Ich habe das gesagt. Ich habe diesen blöden Satz wirklich gesagt. Unterwegs mit meiner Schulfreundin und den Kindern auf einer Gartenausstellung. Nachdem ich den Erwerb einer XXL-Hängematte für 2.300 Euro (heißt jetzt übrigens „Day-Bed“) und den eines Garten-Whirlpools für den „Preis auf Anfrage“ mit dem Hinweis auf den miserablen Sommer abwettern konnte, drängte mein Sohn mich zum Kauf zweier Gemüseschäler. Einen für mich, einen für ihn. Er ist Linkshänder. Und dann kam mein Satz: „Na gut, wir kaufen einen Linkshänderschäler und einen normalen.“…
Tja! Mein Sohn kommentierte das nicht einmal, sondern verbesserte nur schlicht: „Wir kaufen einen Linkshänderschäler und einen Rechtshänderschäler.“ Er neun, ich Mitte vierzig. Er Grundschule, ich Doktorin der Philosophie. Zeit also, mal nachzudenken… weiterlesen »
Kann es sein, dass Lesen nicht nur die Dummheit gefährdet, sondern womöglich auch unser Bruttosozialprodukt? Muss es hier heute „Literatur contra work“ statt „Literatur@work“ heißen? Wir müssen dieser Frage nachgehen …
Lieben Sie auch so sehr die Musik Johann Sebastian Bachs? Seine hinreißenden geistlichen Kantaten? Rund 200 sind uns davon erhalten, weit über 300 müssen es wohl mal gewesen sein. Oder seine Orgelwerke – auch über 200? Diese tiefgründigen Kompositionen, durch die uns oft ein musikalisches Thema begleitet. Ein Thema, das uns vertraut ist, das uns trägt, das wir sogar unbewusst wahrnehmen. Das ist der Cantus firmus, der „feststehende Gesang“, mit dem Bach so gerne gearbeitet hat. Viele andere Stimmen mögen ihn begleiten und umspielen, er aber bleibt im Wesentlichen unverändert. Dieser alte Begriff ist mir jetzt in einem anderen Zusammenhang wiederbegegnet…